Einsatzzeit gemäß DGUV

 

 

Mitarbeiter

 

Regelbetreuung

 

≤ bis 10

 

feste Betreuungsfrist

Alle Betriebe, die nicht am Unternehmermodell teilnehmen, unterliegen der Verpflichtung zur so genannten „Regelbetreuung“.

  • Grundbetreuung durch Fachkraft für Arbeitssicherheit und Betriebsarzt in festgelegten Zeitabständen je nach Betreuungsgruppe (siehe untenstehende Tabelle)
  • Information der Beschäftigten über die Betreuung (insbesondere muss ein Betriebsarzt benannt werden)
  • Dokumentierte Gefährdungsbeurteilung
  • Durchführung der in der Gefährdungsbeurteilung ermittelten Arbeitsschutzmaßnahmen
  • Betreuung bei besonderen Anlässen

 

Betreuungsgruppe

Längst mögliche Frist zur Wiederholung der Grundbetreuung

Richtwert für den zeitlichen Umfang der Grundbetreuung

I

1 Jahr

8 Stunden

II

3 Jahre

8 Stunden

III

5 Jahre

8 Stunden

 

Mitarbeiter

 

Regelbetreuung

 

ab 11

 

Grund  - und betriebsspezifische Betreuung

 

Grundbetreuung

1. Unterstützung bei der Gefährdungsbeurteilung (Beurteilung der Arbeitsbedingungen)

2. Unterstützung bei grundlegenden Maßnahmen der Arbeitsgestaltung - Verhältnisprävention

3. Unterstützung bei grundlegenden Maßnahmen der Arbeitsgestaltung - Verhaltensprävention

4. Unterstützung bei der Schaffung einer geeigneten Organisation und Integration in die Führungstätigkeit

5. Untersuchung nach Ereignissen

6. Allgemeine Beratung von Arbeitgebern und Führungskräften, betrieblichen Interessenvertretungen, Beschäftigten

7. Erstellung von Dokumentationen, Erfüllung von Meldepflichten

8. Mitwirken in betrieblichen Besprechungen

9. Selbstorganisation

 

 

Betriebsspezifische Betreuung

1. Regelmäßig vorliegende betriebsspezifische Unfall- und Gesundheitsgefahren, Erfordernisse zur menschengerechten Arbeitsgestaltung (8 Aufgabenfelder):

1.1 Besondere Tätigkeiten

1.2 Arbeitsplätze und Arbeitsstätten, die besondere Risiken aufweisen

1.3 Arbeitsaufgaben und Arbeitsorganisation mit besonderen Risiken

1.4 Erfordernis arbeitsmedizinischer Vorsorge

1.5 Erfordernis besonderer betriebsspezifischer Anforderungen beim Personaleinsatz

1.6 Sicherheit und Gesundheit unter den Bedingungen des demografischen Wandels

1.7 Arbeitsgestaltung zur Vermeidung arbeitsbedingter Gesundheitsgefahren, Erhalt der individuellen gesundheitlichen Ressourcen im Zusammenhang mit der Arbeit

1.8 Unterstützung bei der Weiterentwicklung eines Gesundheitsmanagements

 

2. Betriebliche Veränderungen in den Arbeitsbedingungen und in der Organisation (5 Aufgabenfelder):

2.1 Beschaffung von grundlegend neuartigen Maschinen, Geräten

2.2 Grundlegende Veränderungen zur Errichtung neuer Arbeitsplätze bzw. der Arbeitsplatzausstattung; Planung, Neuerrichtung von Betriebsanlagen; Umbau, Neubaumaßnahmen

2.3 Einführung völlig neuer Stoffe, Materialien

2.4 Grundlegende Veränderung betrieblicher Abläufe und Prozesse; grundlegende Veränderung der Arbeitszeitgestaltung; grundlegende Änderung, Einführung neuer Arbeitsverfahren

2.5 Spezifische Erfordernisse zur Schaffung einer geeigneten Organisation zur Durchführung der Maßnahmen des Arbeitsschutzes sowie der Integration in die Führungstätigkeit und zum Aufbau eines Systems der Gefährdungsbeurteilung

 

3. Externe Entwicklung mit spezifischem Einfluss auf die betriebliche Situation (2 Aufgabenfelder):

3.1 Neue Vorschriften, die für den Betrieb umfangreiche Änderungen nach sich ziehen

3.2 Weiterentwicklung des für den Betrieb relevanten Stands der Technik und Arbeitsmedizin

4. Betriebliche Aktionen, Programme und Maßnahmen (1 Aufgabenfeld):

4.1 Schwerpunktprogramme, Kampagnen sowie Unterstützung von Aktionen zur Gesundheitsförderung

 

 

Betreuungsgruppe

Gefährdung

I

Einsatzzeitensumme für

Betriebsarzt und Sicherheitsfachkraft  

Std./ Jahr pro Mitarbeiter

 

hoch

2,5

davon -20%
Betriebsarzt

II

mittel

1,,5

davon -20%

Betriebsarzt

III

gering

0,5

davon -20%

Betriebsarzt

Teilzeitbeschäftigte,

mit einer regelmäßigen wöchentlichen Arbeitszeit von nicht mehr als 20 Stunden mit 0,5 sowie Teilzeitbeschäftigte mit einer regelmäßigen wöchentlichen Arbeitszeit von mehr als 20 und nicht mehr als 30 Stunden mit 0,75 zu berücksichtigen.